Der Exzellenzcluster „Integrative Produktionstechnik für Hochlohnländer“ sieht seine primäre Mission in der Auflösung der sog. Polylemma of Production.
Der Wettbewerb zwischen Produzenten in Hochlohn- und Niedriglohnländern spielt sich typischerweise in zwei Dimensionen ab: der Planungs- und der Produktions¬wirtschaftlichkeit. Produktionswirtschaftlich fokussieren Niedriglohnländer rein auf die Economies-of-Scale; in Hochlohnländern erfolgt notwendigerweise eine Positionierung zwischen Scale und Scope. In der zweiten Dimension, der Planungswirtschaftlichkeit, bemühen sich die Hersteller in den Hochlohnländern um eine immer weitergehende Optimierung der Prozesse mit entsprechend anspruchsvollen, kapitalintensiven Planungsinstrumenten und Produktionssystemen; während in Niedriglohnländern einfache, robuste wertstromorientierte Prozessketten die Lösung sind. Um einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil für Produktionsstandorte in Hochlohnländern zu erzielen, reicht eine bessere Positionierung innerhalb der beiden Dichotomien Scale-Scope sowie planungsorientiert-wertorientiert nicht mehr aus. Die Forschungsfragen müssen vielmehr auf eine weitgehende Auflösung der Dichtomien abzielen.
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